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Tourblog


26.10.2013 - Weinheim, Alte Druckerei

Nach der tollen Stimmung in Königstädten fuhren wir am folgenden Tag  nach Weinheim, um das Kulturzentrum Alte Druckerei zu beglücken. Dort erwarteten uns schon Torsten und Silvi, die – wie Matthias später gegenüber dem Publikum erwähnte – ihre komplette "Stereoanlage" von Zuhause mitgebracht und bereits aufgebaut hatten. Es erwartete uns ein schöner Saal mit großer Bühne und – oh Schreck – eingedeckten Tischen wie im Bürgerhaus bei einer Hochzeit. Rock’n’Roll geht anders. Aber, wenn’s der Veranstalter so möchte...

Torstens „Stereoanlage“ klingt echt toll, und so waren sowohl der Aufbau wie der Soundcheck sehr entspannt. Andreas hatte diesmal ein komplettes Notfall-Setup für sein Leslie mitgebracht und war optimistisch, dass heute alles klappt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war der Blick von der Bühne auf die eingedeckten Tische, die uns auch schon eine wenig neugierig aufs hier verkehrende Publikum machten.

Nach dem Soundcheck hieß es dann: Essen ist fertig! Nach schwerer Schlepperei und viel Konzentration beim Aufbauen und in Erwartung eines schönen, aber auch anstrengenden Konzerts freut man sich immer sehr über ein schönes warmes Abendessen. Heute gab es Bockwürstchen, belegte Laugenstangen und Butterbrezeln.

Weinheim
Nach dem Imbiss schauten wir zu, wie sich der Saal langsam füllte. Pünktlich um 20:00 Uhr betraten wir die Bühne und legten los. Erneut machte sich die Magie der Songs von Bryan Adams bemerkbar: Die Stimmung war mindestens so gut wie am Vorabend in Königstädten! Matthias ließ so lange nicht locker, bis das Publikum kurz davor war, auf den Tischen zu tanzen. Der Sound war sensationell (so eine "Stereoanlage" hätte jeder gern) und die Zuschauer feierten uns mit frenetischem Applaus. Zwischendurch geriet Andreas in Panik: Im Leslie war ein Riemen gerissen, sodass der obere Rotor sich plötzlich nicht mehr drehte. Trotz Matthias’ Frage ans Publikum nach einer Strumpfhose konnte auf die Schnelle kein Ersatz organisiert werden.

Das konnte die Bomben-Stimmung aber nicht trüben, und so spielten wir wieder alle Zugaben, bekamen Standing Ovations und verließen geschafft und geschwitzt die Bühne. Viele Zuschauer kamen anschließend zu uns, um zu sagen, wie sehr es ihnen gefallen hatte, und zu fragen, ob wir nicht bitte nächstes Jahr wiederkommen wollten.

Der Abbau fiel nach dem zweiten Konzert hintereinander etwas schwer, vor allem, nachdem Andreas feststellte, dass keiner der Veranstalter zum Abrechnen noch da war. Schließlich wollte Torsten auch etwas Geld für seine „Stereoanlage“ und seine Arbeit... als Erklärung hieß es, das sei hier so üblich, die Gage werde überwiesen. Also mussten die Bryans selbst in die Tasche greifen und zusammenlegen, damit wenigstens Torsten und Sylvi ihr Geld bekommen konnten – hatten wir so auch noch nicht.

Im strömenden Regen fuhren wir dann müde und geschafft, aber trotzdem insgesamt zufrieden nach Hause. Nächster Halt: Musikkeller Frankfurt!


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